Reihe: Und sie machen einfach so weiter… – MK 09-18

Teil 1: Das Waffenpotenzial auf unserer Erde

Waffen dienen zur Verteidigung und zur Sicherung des Friedens. So oder so ähnlich wird es den Menschen durch Politiker, aber auch hochrangigen Militärs immer wieder versichert. Zu Krieg oder Frieden wurden die Menschen zu keinem Zeitpunkt gefragt, selbst dann nicht, wenn sie sich schon mitten in Kriegswirren befanden. In einer bewussten Erinnerung weiß zumindest der Ältere, dass Waffen die Gefahr von Auseinandersetzungen erhöhen und das Waffen immer trotz gegenteiliger Behauptungen auch eingesetzt werden. Dieses ist seit vielen Jahren allgegenwärtig erkennbar. Waffen sind somit kein Garant für Sicherheit und das auf keiner Ebene des Potenzials.

Geäußerte Bedrohungsszenarien durch Staatsorgane einiger Länder sind oftmals selbst konstruiert und existieren nur in den Köpfen von Machthabern und deren getreuen Anhängern. So beeindrucken sie die Menschen mit Militäroperationen und immer wieder neuen Waffen, die alles vernichten können und das mehrfach hintereinander. Es gilt Macht zu demonstrieren und Macht zu behalten. Es entstehen vermeintliche glorreiche Nationen, die meinen, durch ihre Waffen stark zu sein, aber die Menschen im eigenen Land verkümmern lassen, ohne es wahrhaben zu wollen oder einfach nur so hinnehmen. Beeindruckende Darbietungen über das bestehende Waffenpotenzial höhlen die Köpfe der Menschen aus und sie folgen offenbar bedenkenlos dem gepriesenen Waffenwahn. Bedenklich in Verbindung mit einigen Staaten auf dieser Welt ist die Hörigkeit zur Aussage der Sicherheit durch Waffen und damit verbundenen Position der militärischen Stärke auf dieser Welt. Manche sagen, dass durch die bestehenden Arsenale der Atomwaffen ein neuer Weltkrieg bisher verhindert wurde. Jedoch ist es nur die halbe Wahrheit, weil diese Art einer angeblichen Sicherheit nur das Wettrüsten beschleunigt und das erzeugt eine unglaubliche Unsicherheit zu einem hohen Preis für die Menschen. Die Maschinerien der Rüstungsindustrie laufen auf Hochtouren und hungern so die Menschheit aus, denn diese Macher der Waffen verdienen sich mehrere goldene Nasen und dieses kostet den alles auf Waffen setzende Nationen viel Geld, welches den Menschen und der Entwicklung dieser Länder nicht zur Verfügung steht.

Gut, zugegeben, ein atomarer Weltkrieg ist bis jetzt ausgeblieben. Aber reichen die militärischen Auseinandersetzungen der Stellvertreterkriege, der stattfindenden Hybridkriege und sonstigen bewaffneten Auseinandersetzungen nicht aus, die zurzeit in vielen Regionen auf der Welt stattfinden? Die Welt strotzt überall nur so von Waffen und dieses hat dazu geführt, dass jeden Tag Menschen sterben, vertrieben werden und das unter offizieller Beobachtung aller Länder dieser Welt, wohl auch der UN. Es sind anscheinend legalisierte Auseinandersetzungen, die irgendwie als rechtens begründet werden und das versuchen uns Politiker glaubhaft und blauäugig zu versichern. Die Machtgierigen wollen an der Macht bleiben und benutzen Menschen zu der Unterstützung ihrer Machtansprüche. Sind es Ahnungslose, Folgsame, Ängstliche oder Abhängige, die ihre Seele so einfach verkaufen? Meinen die Menschen, dass es niemals irgendwann zu einer Art Abrechnung kommt? Handeln Soldaten also unter psychischem Druck und nicht freiwillig? Mann will es nicht denken, aber sind Soldaten unter bestimmten Voraussetzungen im Kampfeinsatz auch potenzielle Mörder? Legalisiert ein staatlicher Auftrag den Tod des erkannten Gegners als Gegenüber? Ist es ein Tabuthema Soldaten in staatlichem Auftrag so zu bezeichnen? Darf man den Auftrag von Soldaten so sehen?

Das Potenzial der militärischen Grausamkeiten erweitert sich tagtäglich und hat sich vermutlich noch lange nicht zu Ende entwickelt. Die fünf führenden Länder, welche auch Atomwaffen besitzen, sind die USA, Russland, China, Indien und Frankreich. Das Land Deutschland erscheint weiter unten in der Rangliste, aber ist natürlich bei den Waffen exportierenden Ländern auf Platz drei. In den Waffenschmieden der produzierenden Exportländern entstehen Raketensysteme mit Mehrfachsprengköpfen, Kampfroboter, hochtechnisierte Flugzeuge, Drohnen, High Speed Flugkörper, Laserwaffen, Plasmawaffen, Rail Guns, elektromagnetische Schusssysteme und vieles mehr, was ausschließlich bei einem Einsatz die Vernichtung von Mensch und Material bedeutet. Diese Länder preisen die Waffen an wie Obstverkäufer ihre Ware auf dem Wochenmarkt und schwärmen gegenüber den potentiellen Käufern darüber. Die Waffenindustrie feilt ständig an neuen vernichtenden Ideen, welche in der Verwirklichung einen schaudern lassen. Der Tod wird in der Vorstellung einer Entstehung von Waffen also schon mit vorproduziert. Die Industrie der Waffenproduzenten ist der Vorbereiter von Tötungsvarianten, die tagtäglich in der Praxis des realen Lebens und an Kriegsschauplätzen passieren. Die Produzenten sagen, wir schießen ja nicht selber mit den Waffen, haben demnach für die Ausführungen keine Verantwortung. Doch die Produzenten wissen, dass die Waffen nicht im Schrank stehen bleiben, keine Granate im Arsenal liegen bleibt, kein Panzer nur im Depot steht, kein Bomber im Hangar verbleibt und zu keinem anderen Zweck als dem direkten Einsatz taugen. Welchen Anteil trägt die Waffenindustrie am Tod von Menschen? Die Exportländern von Waffen waren und sind immer noch sehr blauäugig. Waffenexporte haben dazu geführt, dass letztlich auf der gesamten Welt Waffen verteilt sind, selbst wenn man sich diese Art der Verteilung nicht gewünscht hat. Dramatisch hat sich die Verteilung von Handfeuerwaffen gesteigert. Natürlich laufen die Waffenproduktionen einschließlich der dazu gehörenden Munition jeden Tag in den produzierenden Ländern auf Hochtouren, sonst wäre der notwendige Nachschub nicht zu schaffen. Man könnte glatt eine neue These propagieren. Sie würde lauten: „ Jedem Weltbürger seine eigene Waffe“, um stets bereit zu sein.

Ist dieser Waffenwahn noch zu stoppen oder muss man dieses Faktum der Waffenproduktion auf der Welt als normal abhaken? Wahrscheinlich ist es wie bei den Klimaveränderungen, denn die sind auch nicht mehr zu stoppen. So findet jeden Tag an vielen Orten auf dieser Welt der Alltagswahnsinn beim Einsatz von Waffen statt. Menschen sterben, Menschen werden vertrieben, Menschen töten andere Menschen. Der tagtägliche Wahnsinn ist mit keinem wirklichen Sinn verbunden und geißelt Bewohner unserer Erde. – Und sie machen einfach so weiter…

>>Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin<<

>>Stell dir vor, die Terroristen erinnern sich an die Menschenliebe<<

>>Stell dir vor, die Menschen würden sich gegenseitig vertrauen können<<

Sich gegen Waffenwahn und die geförderte Waffenlobby zu wehren, ist wie der Kampf des Ritters Don Quijote gegen die Windmühlenflügel, deswegen ist jeglicher Einsatz für den Frieden und gegen Waffen begrüßenswert.

04.03.2018 – WM

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